Ein grauer Tag der Demokratie … und ein schwarzer für die Freiheit!
Das war der Sonntag des vergangen Wochenende. Russland hat “gewählt” und ist wieder auf dem direkten Weg in einen Zustand der sich nicht länger von einer Diktatur unterscheidet. Damit gehen weitere 4.7% der weltweiten Erdölreserven in unsichere Regierungsverhältnisse über. Wie unsicher die russische Regierung als Partner ist durfte insbesondere die Ukraine ja bekanntermaßen schon schmerzhaft erfahren.
Am selben Sonntag ging es auch in Venezuela um die politische Zukunft, jedoch entschied sich das Volk hier knapp, mit rund 51% Prozent, gegen den direkten Weg in den Sozialismus. Doch auch diese Entscheidung ändert nichts daran das schon heute große Teile der venezuelanischen Ölwirtschaft unter der Kontrolle von Präsident Chavez stehen.
Vor diesem Hintergrund schaute ich mir an wo heutzutage die Reserven des Erdöls in der Welt liegen und welche Regierungsformen dahinter stehen:
Kurz zur Erklärung: Die fett geschriebenen Regierungsformen ähneln einer absolutistischen Regierungsform und die kursiv geschriebenen Regierungsformen sind enorm strapaziert, instabil und teils nur noch auf dem Papier demokratisch. Eins haben alle markierten Regierungsformen und die Laender in denen sie existieren gemeinsam; persönliche, im Gesetz und der Realität existierende, Freiheit und Bürgerrechte werden auf der politischen Agenda der Machthaber als unwichtig oder wenig wichtig abgetan.
Doch was sagt uns diese Zusammenstellung nun? Zu erst einmal müssen wir, die “Lupenreinen Demokraten”
, akzeptieren das knapp 51% der Reserven des schwarzen Goldes nicht von Demokraten bzw. freiheitlich veranlagten Staaten kontrolliert werden. Schlimmer noch, 4 Länder alleine besitzen 45% der Erdölreserven. Gar nicht auszudenken was Generalstreiks oder Massendemonstrationen in nur einem oder zwei dieser Länder für den Ölpreis bedeuten würden. Doch dies zu toppen ist nicht sonderlich schwer, schließlich gibt es ja noch die nachfolgende Zahl: 72.2%, also fast 3 von je 4 Litern, unserer Erdölvorräte liegen in entweder instabilen oder diktatorischen Verhältnissen. Würde auch nur die Hälfte dieser Fördermenge von heut auf morgen wegfallen, z.B. da sich mehrere diktatorisch geführte Staaten zu einem Boykott des Weltmarktes entschließen, evtl. sogar um den Preis absichtlich hoch zu treiben, so wäre ein Preis von mehr als 200$ pro Barrel Öl durchaus realistisch.
Doch genug der Zahlen. Viel mehr ist es, in meinen Augen erschütternd, das offensichtlich Menschen, ja ganze Völker, gewillt sind diktatorische Verhältnisse hinzunehmen, solange der Staat genug Geld hat um soziale Almosen zu verteilen. Sind Menschen also bereit ihre Freiheit und ihre freiheitlichen Rechte zu verkaufen? Und was passiert mit diesen Menschen und ihren undemokratischen Staaten wenn der Ölfluss mal versiegt? Kehren diese Staaten dann zur Demokratie zurück, bzw. bewegen sich erstmals auf diese zu oder versinken sie gar im Chaos?
Ich kann und will (weil das den Rahmen dieses Blogs eindeutig sprengt
) diese Fragen nicht beantworten, nur würde ich mich freuen wenn Ihr darüber nachdenkt ob Ihr eure Freiheit verkaufen würdet oder gar bereits verkauft. Natürlich freu ich mich wie immer ganz besonders darüber wenn Ihr Kommentare abgebt.
Freiheitliche Grüssle
Der FreiGen’er

(Ø 4.67)



