Posts Tagged ‘Freiheitliches & Liberales’

Rolle rückwärts

Gepostet von Der Winter am 9. Dezember 2009
4 Kommentare | Kategorie(n): FDP

Im letzten Artikel sprach ich die Verluste an, die der FDP wahrscheinlich ins Hause stehen, sollte sie nicht bald eine Kehrtwende in zentralen Politikfeldern der Bundespolitik, ja in ihrer ganzen Art zu regieren, schaffen. Nun kann ich nur aus meinem persönlichen Umfeld und meiner ganz individuellen Sicht berichten, aber letztlich geht es ja genau darum. Daher möchte ich diese Problematik, sprich die der grundsätzlichen Verfolgung/Vernachlässigung der beschlossenen Ziele der FDP  und ihren mittelbaren Auswirkungen, etwas näher betrachten.

Die FDP hat sich von 1998 bis 2009 grundlegend gewandelt. Aus einer veralteten Mehrheitsbeschafferpartei wurde ein deutlich verjüngter, ja teilweise sogar “hipper” Haufen (immerhin die zweitjüngste Partei im Bundestag hinter den Grünen nach dem Altersschnitt der Mitglieder). Die enge und effektive Verzahnung mit den Vorfeldorganisationen, insbesondere den Jungen Liberalen, ermöglichte kaum erträumte Wahlerfolge und steigerte die gesellschaftliche Akzeptanz. Nach den Aussagen älterer Parteifreunde wurde die FDP selten so wenig von Mitbürgern “angespuckt” wie in den Wahlkämpfen dieses Jahres. Es wurde eine Orientierungsmarke in der politischen Landschaft Deutschlands entwickelt, die sich bewusst gegen alle vier anderen Parteien im Bundestag mit ihren Nanny-Prinzipien richtete. Und dies geschah in meinen Augen für die anvisierten gesellschaftlichen Gruppen glaubwürdig

Die Demokratie – zum Scheitern verurteilt?

Gepostet von Der Winter am 1. Oktober 2008

Vorneweg ein Hinweis für den Verfassungsschutz: Dieser Artikel ist eine These; mein politisches Handeln ist demokratisch und ich bezwecke in keiner Weise die demokratischen Grundmanifeste der BRD zu attackieren geschweige den gegen diese zu handeln. :wink:

Doch nun zur Frage des heutigen Tages: Was ist Demokratie und ist diese zum Scheitern verurteilt? Das Zeit-Lexikon beantwortet diese Frage wie folgt: “Demokratie, eine Form des politischen Lebens, die von der Gleichheit und Freiheit aller Bürger ausgeht und die Willensbildung der Gemeinschaft oder des Staates vom Willen des gesamten Volkes ableitet.” Kompliziert? Halten wir es einfach wie der gute alte A. Lincoln: “Regierung des Volkes durch das Volk für das Volk.” Das ist doch schon eher verständlich.

Zentral sind also in der Demokratie das Volk und die Regierung, welche ja letztlich aus dem Volk kommt bzw. kommen soll. Doch was ist das Volk? Auch hier möchte ich wieder ein Lexikon zu Rate ziehen, schließlich sind die ja bekanntermassen meist (mehr oder minder) richtig. So schreibt das Meyer Online Lexikon zum Begriff Volk: “[...] staatsrechtlich Träger der Staatsgewalt (Staatsvolk), in einer Demokratie Inhaber der Souveränität (Volkssouveränität), die in Abstimmungen und Wahlen ausgeübt wird.” Wir sind also Inhaber von Souveränität. Das ist gut und einfach. Doch da die Fragen die unsere Staatsgewalt beantworten muss kompliziert sind, wählen wir Volksvertreter, soweit ist das ganze noch recht logisch.

Doch geben wir damit nicht unseren Inhaber-Status zumindest temporär ab? Und was ist mit Leuten de nicht wählen gehen? Geben diese den Inhaber-Status trotzdem ab? Oder gerade weil sie nicht wählen gehen? Spätestens hier dürfte klar werden wie schwer die Machtverhältnisse in Demokratien zuzuordnen sind.

Aber das Problem könnte tiefer liegen.

Deutschland voran bringen – mit Studiengebühren!

Gepostet von Der Winter am 9. September 2008
Keine Kommentare | Kategorie(n): Politisches

Die Debatte über Studiengebühren an öffentlichen Hochschulen dürfte neben der über die Hartz Reformen, die am intensivsten geführte gesellschafts- und sozialpolitische Debatte der letzten Jahre in unserem Land gewesen sein. Berühmt, berüchtigt wurde unser angrenzendes Bundesland Hessen für die peinlich geführte Debatte über Studiengebühren; welche weit ab von jeglicher Realität und Sachlichkeit statt fand. Im nachfolgenden möchte ich darlegen weshalb Studiengebühren ein wichtiger Schritt hin zur Bildungsgerechtigkeit und Leistungsgesellschaft sind.

Das scheinbar größte Argument der Befürworter, zumindest werden wir dies oft glauben gelassen, ist das die öffentlichen Haushalte kein Geld haben und dementsprechend die Studiengebühren eine wirkungsvolle und für den Staat kosten neutrale Möglichkeit seien, die Universitäten mit mehr Geld zu versorgen. Wenn man genauer hinschaut sieht man schnell das die Bildungsausgaben in Deutschland noch immer deutlich hinter denen der meisten anderen Industrienationen zurück hängen. Doch viel wichtiger ist das Bildung und Infrastruktur die Letzten zwei Sachen sind woran ein Land sparen darf. Diese 2 großen Posten der öffentlichen Haushalte bestimmen mehr wie jeder andere, zum Beispiel der des Militärs oder der Sozialleistungen, wie wettbewerbsfähig und wie „reich” unser Deutschland in der Zukunft noch sein wird.

Viel wichtiger ist das mit der Einführung von, im internationalen Vergleich sehr niedrigen, Studiengebühren sich das Verhältnis zwischen Student und Universität ändert. Der Student wird plötzlich zum Kunden –

Gelebter Ordnungswahn

Gepostet von Der Winter am 26. Juli 2008

Ja es ist schon erschreckend was manch ein Mensch, der sich dann auch noch Politiker nennt, für ein Weltbild besitzt.

So schlagen 2 Hamburger SPD Politiker heute vor, das in Zukunft in Bussen und Bahnen alle elektronischen Geräte auf lautlos gestellt werden müssen. Sollte das nicht funktionieren um die anhaltende katastrophale Ausweitung von elektronischen Klängen zu stoppen, wäre die mögliche Verschärfung das totale Verbot des Betriebs von elektronischen Geräten in Bussen und Bahnen, ähnlich, laut den Zweien, wie im Flugzeug.

Psssst ihr Zwei; auch in Flugzeugen darf ich, abgesehen vom Start und der Landung, meinen MP3-Player, Notebook, u.ä. ganz normal verwenden. Einzig Handys sind meist verboten; und das eigentlich nur wegen den umstrittenen (möglichen) Komplikationen mit den Frequenzen der Bordelektronik.

Versteht mich nicht falsch, auch ich bin genervt wenn ich von der Arbeit kommend unfreiwillig einem “Handy-Gettoblaster” lauschen darf; aber mich nerven auch unerzogene kleine Bengel die mitten im Supermarkt losflennen/-schreien nur weil die Mutter, die sonst alles macht damit Mr.  Verzogene-Nervensäge seinen Wunsch bekommt, ihm heute mal kein Eis/Nascherei kaufen will. Gehören deswegen allen Eltern, die ihre Kinder schlecht erziehen, eben diese weggenommen?

Google Analytics ade, Frei-Gen ahoi!

Gepostet von Der Winter am 22. Juli 2008
4 Kommentare | Kategorie(n): Administratives

So, nun ist es vollbracht: Die Datensammler von Google sind nun offiziell nicht mehr in diesem Blog vertreten.

Die Rede ist von Google Analytics als Trackingtool in diesem Blog. Sicher, es ist wohl das bequemste Tool auf dem Markt und kinderleicht installiert. DOCH, es erlaubt eben gleichzeitig auch einer externen Firma, mit Sitz in den USA, welche dementsprechend nicht an die deutschen Datenschutzgesetze gebunden ist, den vollen Zugriff auf alle möglichen Statistiken der Seiten auf denen es verwendet wird. Soweit der alte Part, letztendlich gab jedoch die nachfolgende Meldung, welche ich vor einigen Tagen in meinem Google Analytics Account angezeigt bekam, das Go zum entfernen von GA aus dem Frei-Gen Blog.

Und der Herdentrieb gewinnt doch…

Gepostet von Der Winter am 17. Juli 2008
1 Kommentar | Kategorie(n): Philosophisches

Was waren das für Bilder, da steht eine einzelne Person und erzählt wenig lustige bzw. total ausgelutschte Gags vor 70.000 Zuschauern, wobei diese auch noch alle für dieses fragwürdige Ereignis bezahlt haben.

Sicher ist es den meisten bereits klar, es geht um Mario Barth’s Auftritt im Olympia Stadion. Was genau war das da? Die erzählten Gags sind alt, sind alle bereits bei RTL ausgestrahlt worden und generell ist Herr Barth dafür bekannt das seine in den Shows aufgeführten Gags immer bis ins kleinste Detail gleich bleiben. Doch warum schaut sich das tatsächlich noch jemand an?

Wieso man nicht glücklich werden kann…

Gepostet von Der Winter am 5. Dezember 2007
4 Kommentare | Kategorie(n): Philosophisches

Wer kennt das nicht, immer wieder und von allen Seiten hört man sinngemäß Sätze wie: “Hab ich erst mal den neuen Job, dann…”, “Würde ich doch auswandern, dann…”, “Wenn ich diese Klausur hinter mir habe, dann…” und so weiter und sofort. Wir Deutschen sind von Hause aus pessimistisch, ja wir sind im Ausland sogar als Perfektionisten bekannt, wobei wir dies oft selbst als ewige Nörglerei bezeichnen. Und das schöne, im Job hilft uns dies durchaus weiter. Schließlich hängt der Erfolg von deutschen Autobauern, Technologie-Unternehmen, etc. direkt davon ab dass möglichst perfekt gearbeitet wird.

Doch wir, wir einzelnen Menschen, sagen und denken viel zu häufig “…, dann wär ich glücklich.” Wir leben im Futur. Was bringt uns das? Erlaubt es uns schlecht gelaunt zu sein? Rechtfertigen wir so vor uns selbst den anhaltenden Pessimismus? Wollen wir gar nicht glücklich sein? Brauch es den wirklich ein Grossevent wie die Fußball WM 2006 um die Lebensfreude in uns zu wecken?

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